3x3=10 #12: Warum KYC mehr sein muss als „Pflichtprogramm“

Shownotes

In unserer aktuellen 3×3=10-Crossover-Folge mit den Plaudertaschen sprechen wir mit Tobias Eiß von KYCnow über Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Frage, warum das Thema nicht irgendwo „da draußen“ passiert, sondern manchmal direkt zwischen Spieleabend und Lieferdienst.

Die Kernpunkte der Folge:

  • Geldwäsche passiert im Alltag – oft dort, wo alles völlig normal wirkt: Bargeld, Lieferdienst, kleine Umsätze.
  • Bargeld ist häufig der Einstieg, weil sich illegale und legale Einnahmen leicht vermischen lassen.
  • Geldwäsche ist ein Prozess, keine einzelne Tat: verschleiern, vermischen, „sauber“ machen – oft über mehrere Stationen hinweg.
  • Immobilien sind ein typisches Ziel, weil Bewertung, Kauf und Weiterverkauf ideale Waschmechanismen bieten.
  • Digitalisierung allein löst das Problem nicht: Neue Technologien schaffen auch neue Muster und blinde Flecken.
  • KYC scheitert oft an Formalismus – zu viel „Pflichtprogramm“, zu wenig tatsächliche Wirkung.
  • Wirksame Prävention braucht Kontext: bessere Nutzung von Daten, skalierbare Prozesse und mehr Bewusstsein.
  • Finanzielle Bildung ist ein Schlüssel, weil Prävention lange vor dem Bankprozess beginnt.

Warum reinhören?

Die Folge macht Geldwäsche greifbar, ohne sie zu vereinfachen – mit Alltagsbeispielen, ehrlichen Einblicken in KYC-Praxis und klaren Denkanstößen für Institute und den privaten Umgang mit Geld.