Payment & Banking Fintech Podcast

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Fintech, Banking, Payment und Mobile

21. Oktober 2019 #BEX19 Recap/ API Banking und die Folgen

#BEX19 Recap/ API Banking und die Folgen

Die Banking Exchange 2019 ist Geschichte, aber was für eine!
170 Teilnehmer folgten inhaltlich bei allerbester Atmosphäre zwei Tage lang insgesamt acht Panneldiskussionen und vier Keynotes. 34 Speaker/innen stellten sich kritischen Fragen der Moderatoren und vor allem der Teilnehmer. Denn das bedeutet Exchange: Austausch auf Augenhöhe. Inhaltlich wurden auf der Banking Exchange 2019 – Episode III alle wichtigen Themen der deutschen Kreditwirtschaft diskutiert und mit wertvollen Insights von z.B. Knowledge Partner McKinsey abgerundet. Die Banking Exchange bot genügend Raum und vor allem das richtige Ambiente für Diskussionen.

Auf insgesamt acht Panels wurde sehr lebhaft über Themen wie die Entwicklung und den Status Quo von Open Banking & PSD2, den Stand von FinTechs in China, der mangelnde Tech-Kompetenz in der deutschen Kreditwirtschaft sowie der Stand der Bankbranche nach 15 Jahren Digitalisierung teils kontrovers diskutiert. Des Weiteren haben wir über den Status Quo im SME und Corporate Banking oder wie es beim Thema künstliche Intelligenz im Banking weitergeht orakelt und auch versucht eine Antwort auf die Frage zu finden ob wir eigentlich über Krypto ausreichend Bescheid wissen. Alles bei bestem Sonnenschein, einzigartigem Ambiente und tollem Catering. Aber vor allem waren es die Teilnehmer und Gäste, welche die Banking Exchange zu einem einzigartigen Event gemacht haben.

Zu Gast und als MitduskutantInnen hatte André Bajorat, Steffen von Blumroeder (DKB), Cornelia Schwertner (finleap connect), Ruth Ernst (BaFin), Joris Hensen (Deutsche Bank) und Volker Broer (Senacor).

Mit der aktualisierten PSD2 ist Open Banking nicht mehr länger freiwillig sondern wird zur Verpflichtung für alle EU-Finanzinstitute. Online-Bezahlvorgänge sollen durch die Richtlinie günstiger, bequemer und – vor allem – sicherer werden. Um Transaktionen abzusichern, verlangt die PSD2 eine starke Authentifizierung, also zum Beispiel die Kombination einer PIN mit einem Einmal-Passwort. Außerdem erfolgt der Datenaustausch nur noch über spezielle technische (Daten-) Schnittstellen (API-Spezifikationen). Über diese können regulierte Drittanbieter (Fintechs, Finance-Start-ups u.a.) auf Daten und Kontoinformationen zugreifen und zum Beispiel Transaktionen direkt auslösen oder Aufträge einreichen, ohne (wie es bislang üblich war) den „Umweg“ über die Bank gehen zu müssen – das Monopol auf Kundendaten, das bislang bei den Banken lag, entfällt.

Auf der BEX19 haben Banken mit Technologieanbietern und Regulatoren über den Status Quo der PSD2 diskutiert und interessante Einblicke zur aktuellen Lage der Umsetzung gegeben.

#BEX19 Recap/ Das Ende der Einhörner

Am 19./20. September fand zum dritten Mal die Banking Exchange (https://paymentandbanking.com/banking-exchange-2019-sonne-star-wars-und-banking/) unter dem Motto Episode III statt. 170 Teilnehmer folgten inhaltlich bei allerbester Atmosphäre zwei Tage lang insgesamt acht Panneldiskussionen und vier Keynotes. 34 Speaker/innen stellten sich kritischen Fragen der Moderatoren und vor allem der Teilnehmer. Denn das bedeutet Exchange: Austausch auf Augenhöhe. Inhaltlich wurden auf der Banking Exchange 2019 – Episode III alle wichtigen Themen der deutschen Kreditwirtschaft diskutiert und mit wertvollen Insights von Michael Schweikart von Tomorrow abgerundet. Die Banking Exchange bot genügend Raum und vor allem das richtige Ambiente für Diskussionen.

In gewohnt bekannter Manier wollen wir für alle Nichtkommer und zu Hause Gebliebenen das ein oder andere Panel in Gesamtlänge als Podcast (https://paymentandbanking.com/fintech-podcast-225-bex19-recap-financial-services-for-women/)veröffentlichen, um noch tiefer in das Thema einzusteigen. Heute veröffentlichen wir die spannende Keynote von Tomorrow - Mitgründer Michael Schweikart (https://twitter.com/MSschweikart) mit dem Titel: *Das Ende der Einhörner, jetzt kommen die Zebras.*

Ein Unternehmen, das nachhaltiges Banking raus aus der Nische und rein in die Mitte der Gesellschaft zu holen versucht, ist das in Hamburg beheimatete Fintech Tomorrow, ein Konto für alle „mit einem Smartphone in der Hand und einem gesunden moralischem Kompass im Kopf“. Das Unternehmen richtet sich an moderne, oft urbane Menschen, die sozial- und umweltbewusst eingestellt sind.

Das Fintech wurde 2017 von Jakob Berndt, Inas Nureldin und Michael Schweikart gegründet. Für ihren nachhaltigen Businessansatz in der Finanzwelt hat das Unternehmen bereits eine Reihe Preise eingesammelt, unter anderem auch den "Fintech des Jahres-Publikumspreis 2018" von Payment & Banking. Tomorrow (https://www.tomorrow.one/de-de/) kooperiert dabei mit der Berliner Solarisbank (https://www.gruenderszene.de/allgemein/50-millionen-fintech-solarisbank-investment) im Hintergrund, sie stellt die Banklizenz zur Verfügung und wickelt die Transaktionen ab.
Banking muss deutlich transparenter werden und aufhören die Blackbox zu sein, die es heute ist. Und es muss seiner ethischen Verantwortung gerecht werden und anfangen, Geld als Mittel für positiven Wandel zu begreifen, so der Ansatz von Tomorrow.

Michael lieferte unseren Gästen spannende Einblicke über die Need diesen Schritt zu gehen, über Werte und einen Paradigmenwechsel. Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Regionale Plattform

Über Plattformen und Ökosysteme, als Teil des zukünftigen Geschäftsmodells, sprechen Banken gerade gern und oft. Auch die Kollegen der Sparkassen haben das Thema für sich entdeckt.
Einer derjenigen der das Thema aktuell in der SFG aus einer Sparkasse heraus treibt, ist Gabriel Rath. Ursprünglich aus der Werbung kommend, ist er seit rund 2,5 Jahren bei der OstseeSparkasse in Rostock und ist dort mit voller Leidenschaft dabei, die regionale Sparkasse mit den Kollegen fit für die Zukunft zu machen.

"Wir in der OstseeSparkasse Rostock gehen offensiv nach vorne, modernisieren Filialen und bauen sogar neu. Wir investieren in neue Ideen und setzen dabei ganz klar auf Maßnahmen des digitalen Wandels, um den Kunden die bestmögliche Beratung zu bieten und im Unternehmen eine Kultur des Lernens und Vernetzens zu etablieren."

Dabei setzen sie auf folgenden Strategie:

persönliche Beratung gerade in Zeiten der Digitalisierung. Kunden wünschen sich Empfehlungen von Menschen, den Sie kennen.
Vorteile der Digitalisierung erkennen und dabei bestehende Ängste zu nehmen
Von ihren Azubis zu lernen und dabei ihre natürlichen Skills von Social Media nutzen
Alle Mitarbeiter durch den Einsatz von Tools fit für die Digitalisierung machen, mit entsprechendem Zeugnis.
Eine Mitarbeiter-App sorgt für Spaß und erhöht die digitale Reife
Der Einsatz einer digitalen Video Plattform die den Informationsfluss optimiert
Die Kultur des Teilens etablieren durch ein Enterprise Social Network, denn nur wenn das vorhandene Wissen des Unternehmens transparent gemacht wird, können am Ender alle davon profitieren.
Der OSPA After Work-Raum zum Netzwerken.

Im FinTech Podcast #226 sprechen Gabriel und André gute 45 Minuten darüber, was Gabriel als Plattform versteht und wo er die Chancen und Gefahren für regionale Institute sieht. Wir haben Brücken in die 90er geschlagen und haben über die passenden Menschen gesprochen.

Doch hört selbst und macht euch ein Bild, ob ihr darin die Zukunft der Sparkassen seht oder eher nicht. Die Diskussion über die Hausbank der Zukunft führen wir auch auf der transactions.io mit Sibylle Strack (Kontist), Carolin Gabor (Finleap), Sascha Dewald (DKB) und Reiner Brüggestrat (Hamburger Volksbank).

FinTech Podcast #225

Die Banking Exchange 2019 ist Geschichte, aber was für eine!

170 Teilnehmer folgten inhaltlich bei allerbester Atmosphäre zwei Tage lang insgesamt acht Panneldiskussionen und vier Keynotes. 34 Speaker/innen stellten sich kritischen Fragen der Moderatoren und vor allem der Teilnehmer. Denn das bedeutet Exchange: Austausch auf Augenhöhe. Inhaltlich wurden auf der Banking Exchange 2019 – Episode III alle wichtigen Themen der deutschen Kreditwirtschaft diskutiert und mit wertvollen Insights von z.B. Knowledge Partner McKinsey abgerundet. Die Banking Exchange bot genügend Raum und vor allem das richtige Ambiente für Diskussionen.

Auf insgesamt acht Panels wurde sehr lebhaft über Themen wie die Entwicklung und den Status Quo von Open Banking & PSD2, den Stand von FinTechs in China, der mangelnde Tech-Kompetenz in der deutschen Kreditwirtschaft sowie der Stand der Bankbranche nach 15 Jahren Digitalisierung teils kontrovers diskutiert. Des Weiteren haben wir über den Status Quo im SME und Corporate Banking oder wie es beim Thema künstliche Intelligenz im Banking weitergeht orakelt und auch versucht eine Antwort auf die Frage zu finden ob wir eigentlich über Krypto ausreichend Bescheid wissen. Alles bei bestem Sonnenschein, einzigartigem Ambiente und tollem Catering. Aber vor allem waren es die Teilnehmer und Gäste, welche die Banking Exchange zu einem einzigartigen Event gemacht haben.

In gewohnt bekannter Manier wollen wir für alle Nichtkommer und zu Hause Gebliebenen das ein oder andere Panel in Gesamtlänge als Podcast veröffentlichen, um noch tiefer in das Thema einzusteigen. Anfangen wollen wir mit dem Thema Financial Services for Women!

Zu Gast und als MitduskutantInnen hatte Nicole Nitsche, Marcus Mosen (Advisor, Board Member, Investor), Sabine Schoon (Bereichsleiterin Corporate Development & Strategy der comdirect bank AG), Dr. Tina Dingel (Chief Operating Officer at Clue by Biowink) und Vera Neidl (BeraterinPricewaterhouseCoopers-PwC)

Braucht es Finanzprodukte speziell für Frauen?

Finanzdienstleister sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Segmentierung zu schärfen - das richtige Angebot für den richtigen Kunden zur richtigen Zeit, ist das Maß aller Dinge. Unternehmen, die dies erfolgreich und konsequent umsetzen, sind in der Regel die führenden Akteure in ihren Märkten. Doch eine der Grundlagen, auf denen eine erfolgreiche Segmentierung oft beurteilt wurde bedarf womöglich einer Aktualisierung. Der Grund dafür ist, dass immer mehr weltweit führende Finanzinstitute Schritte unternehmen, um Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die auf etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung der Welt abzielen: Frauen.

Doch brauch es eigentlich spezielle Produkte die auf die Zielgruppe Frau zugeschnitten sind und machen diese Sinn oder fehlt es eigentlich an der passenden Integration und Ansprache der Frauen um den Spaß an und mit Finanzen zu bekommen? Was ist überhaupt so anders an den Bedürfnissen der Finanzdienstleistungen von Frauen? Benötigen Frauen nicht die gleichen Basisprodukte wie Männer? Fakt ist, dass mehr Frauen zu finanziellen Entscheidungsträgern werden und aufgrund einer Vielzahl von Faktoren, finanzielle Schlagkraft gewinnen.

- Es gibt mehr Frauen als je zuvor in der globalen Erwerbsbevölkerung, in allen Altersgruppen und Einkommensstufen
- immer mehr zunächst verheiratete Frauen werden zu Alleinerziehenden um somit der finanzielle Kopf ihrer Haushalte zu werden.
Der Prozentsatz weiblicher Führungskräfte, GeschäftsinhaberInnen und UnternehmerInnen, die einen beträchtlichen Vermögensaufbau betreiben, steigt stetig an.
- Mehr Frauen erben aufgrund von Langlebigkeit und demographischen Mustern.

Über Sinn oder Sinnlosigkeit und die Frage welche Hebel wird legen müssen haben wir auf dem Panel und zusammen mit dem Publikum der #BEX19 versucht zu erörtern. Viel Spaß beim Zuhören.

Ask me anything…!?

Frag mich was du willst…! Klar gerne, nur was tun wenn man nicht immer vis a vis die Gelegenheit dazu hat? „Ask me anything“ oder „AMA“ genannt, ist ein beliebtes Format digitaler Plattformen. Dabei steht eine Person oder eine Thematik im Mittelpunkt eines Expertenchats. Ob Fragen zu Expertenwissen oder ganz Persönliches aus dem Alltag, ganz egal. 1992 erschien ein Buch mit dem Titel „Ask Me Anything: A Sex Therapist Answers the Most Important Questions for the 90’s“, daraus machte AOL irgendwann einen Chatroom und dieses Konzept wurde dann letzendlich in den unzähligen Internet Foren immer beliebter. Das Format so einfach wie simpel, jeder kann alles fragen. So einfach ist das. Die Mischung aus profan und gehaltvoll macht es letztendlich interessant.

Mit „Ask me anything…“ startet Payment & Banking ein neues, interaktives und regelmäßiges Format, das hoffentlich dank euch, nie langweilig wird. Bekannte Gesichter, Akteure der Szene und inspirierende Persönlichkeiten der Fintech-Branche kommen hier künftig zu Wort. Das Besondere daran: Nicht das Team von Payment & Banking denkt sich die Fragen aus, sondern unsere Community.

Regelmäßig werden wir euch künftig immer wieder über unsere zahlreichen Kanäle auffordern, uns Fragen zuzusenden und zwar jene, die ihr unserem Interviewgast schon immer einmal stellen wolltet – von A wie Aktien bis Z wie Zinsverfall

Folge 6. – Ask me anything – mit Ralf Heim Co-Founder von Fincite & FinciteVentures

Es muss nicht immer Berlin sein. Für das aktuelle „ask me anything …“ sind wir nach Frankfurt gereist (ok, zugegeben, wir waren wegen der BEX ohnehin vor Ort!) und haben dort das Mikro aufgebaut. Dieses Mal saß uns Ralf Heim, FinTech Pionier und Co-CEO von Fincite, einem Unternehmen, das Softwarelösungen für den digitalen Banking-Prozess, anbietet, gegenüber.

Als Gründer ist Heim in den letzten Jahren etwas eher Ungewöhnliches gelungen: Ohne großes Tamtam und riesigen Investmentsummen fremder Kapitalgeber haben er und sein Team ein bisschen an den Medien vorbei ein Unternehmen mit Sitz in Frankfurt und Peru aufgebaut, das kontinuierlich wächst und hohe Umsätze einfährt.

Die großen Kunden dürfte Ralf Heim von seiner Terrasse seiner hellen Büroräume sicherlich alle sehen, dennoch schweigt er sich über die Namen größtenteils beharrlich aus. Bekannt ist nur, dass das Start-up seine Technik unter anderem der Deutschen Bank zur Verfügung stellt. Auch Vermögensverwalter oder Versicherungen nutzen die Software. Der Endkunde kommt mit dem Namen dabei Fincite nicht Berührung.

Warum Fincite so erfolgreich ist und was ihn persönlich umtreibt, warum seine Schlagzahl vermutlich höher als bei anderen Menschen ist und wie er sein Gründerleben als junger Vater organisiert, verrät er uns in der folgenden Stunde.

Kinder und Finanzen

Jugendliche sind heute mehr denn je damit konfrontiert, dass alles Geld kostet. Die Werbung verspricht viel, was angeblich alles für Geld zu bekommen ist – ohne Garantie. Aber auch Freunde, Familie und Vorbilder setzen Maßstäbe. Wie und was sie konsumieren, beeinflusst die Vorstellungen der Jugendlichen. Und nicht zuletzt ist es oft schwer, den »Finanzdschungel« zu durchschauen und einzuschätzen, ob man sein Geld gerade gut anlegt oder zum Fenster heraus wirft.

Es ist mittlerweile erwiesen, dass Heranwachsende bereits früh die Bedeutung von Geld in der Familie und die Omnipräsenz finanzieller Themen im Familienalltag wahrnehmen.
Dies ist in erster Linie auf Wünsche und Bedürfnisse unserer Kinder zurückzuführen. Diese entstehen fast zwangsläufig durch Werbeangebote, die mittlerweile auch auf die Kleinsten zugeschnitten sind: Die Welt, die Heranwachsende heute vom Kleinkindalter an wahrnehmen, besteht aus Produkten und Waren. Selbst wenn Kinder nicht häufig fernsehen, entstehen – nicht zuletzt aufgrund der Beeinflussung durch ihr Umfeld, Wünsche nach neuen Dingen.

Wie stark Werbung heute die Gesellschaft, das Denken und das Konsumverhalten beeinflusst, erleben Eltern in der Regel allerspätestens dann, wenn ihr Kind eine weiterführende Schule besucht. Dort ist das Gemeinschaftsgefühl der Schülerinnen und Schüler untereinander häufig nicht so ausgeprägt wie noch in der Primarstufe. Viele Kinder und Jugendliche müssen in dieser für ihre weitere Entwicklung so wichtigen Zeit erst ihren Platz im sozialen Gefüge finden. Dieser Prozess ist nicht selten von großen Emotionen geprägt und bringt so manche Schwierigkeit mit sich – auch in finanzieller Hinsicht. Denn nicht selten hat in der Sekundarstufe I Materielles wie Markenkleidung oder die neusten technischen Gadgets eine große Bedeutung für die Schülerinnen und Schüler.

So schwierig diese Situation für Kinder sein kann, bietet sie andererseits auch eine große Chance, die Sprösslinge für die Bedeutung von Arbeit und Geld als Schlüssel zu materiellem Konsum und Wohlstand zu sensibilisieren – und andererseits den verantwortungsvollen Umgang mit ihrem Geld zu fördern. Aus Sicht der Erziehungsberechtigten ist es daher wichtig, Kindern frühzeitig den Zusammenhang zwischen Arbeit und Lohn, zwischen Geldeinnehmen und Geldausgeben nahezubringen.

Kinder und Finanzen ist eine interessante Kombination – wie ist hier die „Lage der Nation“? Denn Kinder sind unsere Zukunft, wir kümmern uns um die ihre und sind natürlich auch maßgeblich für ihren Umgang mit Geld zuständig. Mehrere hundert Euro Taschengeld und Geldgeschenke erhält jedes der über 7 Millionen Kinder im Alter von 4 bis 13 Jahren durchschnittlich. Wer wie seine Kids mit wieviel Geld versorgt, ist dabei ja erstmal unerheblich, doch wichtig ist, wie in allen erzieherischen Dingen die irgendwann zu erlernende Autonomie.
Gefühlt ist die Zielgruppe der 10 – 17 jährigen immer noch unterversorgt – die FinTechs „ignorieren“ sie – die „Incumbents“ behandeln sie wie gehabt – oder? Das sollte doch ganz anders sein, denn unsere Kids sind doch die Kunden von morgen. Hier ist auf jeden Fall viel mehr Weitblick und zukunftsgerichtete Denke und Prozesse auf kindgerechte Weise gewünscht.

Kilian hat in alter Manier, zur Urlaubszeit, sich mit den “kleinen Experten” aus seinem Umfeld zusammengesetzt und sie interviewt wie der Umgang mit ihren Finanzen ist. Ob sie Sparen, wofür sie Sparen und wie die Berührung mit Finanzen im direkten Umfeld und Alltag ist.

Der giropay PSD2 Case

giropay will mit PSD2-Schnittstelle vollständige Bankenabdeckung in Deutschland erreichen

Im FinTech Podcast #223 wollen wir einen spannenden PSD2 Case aus Sicht von Banken und Sparkassen besprechen. Giropay hat diese Woche den Markt überrascht mit einer sehr klugen Weiterentwicklung. Giropay schliesst die Akzeptanzlücke der Banken (vor allem Privatbanken) indem es die PSD2 Schnittstelle der Berlin-Group verwendet um Zahlungen zu initiieren.

Zukünftig können in Deutschland nahezu alle Bankkunden mit einem Online-Girokonto mit giropay im Internet bezahlen. Konnte giropay bislang keine vollumfängliche Bankenabdeckung anbieten, wird sich dies ab dem vierten Quartal 2019 ändern. Sukzessive werden die fehlenden Kreditinstitute wie beispielsweise die Deutsche Bank oder die HypoVereinsbank angebunden. Damit vergrößert giropay sein Nutzerpotential in Deutschland perspektivisch auf rund 45 Mio. Kunden.

Möglich macht dies die PSD2. giropay präferiert grundsätzlich die direkte, vertragliche Zusammenarbeit mit den Banken und Sparkassen. Für diesen Weg haben sich bis dato über 1.500 Kreditinstitute entschieden, die über 85% des Privatkundenmarkts in Deutschland repräsentieren. Um die nahezu vollständige Bankenabdeckung in Deutschland zu erreichen, nutzt giropay die PSD2-Schnittstelle der Institute („NextGenPSD2), die ab dem 14. September 2019 für die Zahlungsabwicklung durch Drittdienstleister von den Banken und Sparkassen bereitgestellt wird.

Wir haben uns mit dem Geschäftsführer Joerg Schwitalla von giropay über diesen Schritt, die User Experience und Erträge für Banken unterhalten. Auch versuchten wir einem Ausblick im Kontext Erweiterung auf Europa und Instant Payment zu geben.

Der Innopay Open Banking Monitor Deutschland

Letzte Woche wurde die aktuelle Version des Innopay Open Banking Monitor vorgestellt. Dieser liefert ei­nen de­tail­lier­ten Über­blick über den se­quen­zi­ell ak­tua­li­sier­ten Stand der API Ent­wick­ler­por­ta­le und die re­la­ti­ve Po­si­tio­nie­rung im Open Ban­king Markt von mittlerweile über 300 Ban­ken welt­weit. In Deutschland gab es bisher nur einige wenige Pioniere mit öffentlich zugänglichen Entwicklerportalen. Mit der immer näher rückenden Frist für die Umsetzung der technischen Standards im Rahmen der PSD2 Richtlinie haben nun die meisten Banken in Deutschland ein Portal für Ihre „Access-to-Account (XS2A)“ Schnittstellen entwickelt. Damit ist die erforderliche Grundlage für eine detaillierte Analyse des deutschen Bankenmarkt anhand des INNOPAY Open Banking Monitors gelegt.

Deutsche Banken waren bisher vorwiegend mit der Umsetzung der PSD2 beschäftigt. Alle untersuchten Finanzinstitute bieten nun eine PSD2-konforme, dedizierte Schnittstelle für den Zugang zu Zahlungskonten für Drittanbieter an. Jedoch bieten nur 27% aller untersuchten Entwicklerportale API Funktionalitäten, die über die regulatorischen Mindestanforderungen der PSD2 hinausgehen.

Die Analyse des Deutschen Open Banking Marktes zeigt im Bereich Functional Scope einen mehrheitlichen Fokus auf die Umsetzung der regulatorischen Anforderungen der PSD2. Nur wenige Institute bieten einen funktionalen Umfang der APIs, der die Anforderungen der PSD2 übersteigt. In Bezug auf die Developer Experience ähneln sich die Entwicklerportale einiger deutscher Banken. Dies kann dadurch erklärt werden, dass gut die Hälfte aller untersuchten Portale von einigen wenigen White-Label Providern betrieben werden.

Die Banken, die sich dazu entschieden haben, mit einer eigenen Lösung an den Markt zu gehen, verfolgen auch bereits einen über die Anforderungen der PSD2 hinausgehenden Ansatz und verbinden ein erweitertes Angebot an APIs mit einer guten Developer Experience (so z.B. Deutsche Bank, Commerzbank, Fidor und Starfinanz).

Nach der Vorstellung des Monitors gab es eine spannende Podiumsdiskussion über die Chancen und Herausforderungen des Open Banking rund um die PSD2. Das Panel setzte sich zusammen aus Jacques Pütz (CEO von LUXHUB), Dirk Rudolf (Co-Founder von FinTecSystems) und Daniel Le (Commerzbank API-Team). Das Panel wird moderiert von Karl Illing (Country Lead Germany Innopay).

Ask me anything…!? #5

Frag mich was du willst…! Klar gerne, nur was tun wenn man nicht immer vis a vis die Gelegenheit dazu hat? „Ask me anything“ oder „AMA“ genannt, ist ein beliebtes Format digitaler Plattformen. Dabei steht eine Person oder eine Thematik im Mittelpunkt eines Expertenchats. Ob Fragen zu Expertenwissen oder ganz Persönliches aus dem Alltag, ganz egal. 1992 erschien ein Buch mit dem Titel „Ask Me Anything: A Sex Therapist Answers the Most Important Questions for the 90’s“, daraus machte AOL irgendwann einen Chatroom und dieses Konzept wurde dann letzendlich in den unzähligen Internet Foren immer beliebter. Das Format so einfach wie simpel, jeder kann alles fragen. So einfach ist das. Die Mischung aus profan und gehaltvoll macht es letztendlich interessant.

Mit „Ask me anything…“ startet Payment & Banking ein neues, interaktives und regelmäßiges Format, das hoffentlich dank euch, nie langweilig wird. Bekannte Gesichter, Akteure der Szene und inspirierende Persönlichkeiten der Fintech-Branche kommen hier künftig zu Wort. Das Besondere daran: Nicht das Team von Payment & Banking denkt sich die Fragen aus, sondern unsere Community.

Regelmäßig werden wir euch künftig immer wieder über unsere zahlreichen Kanäle auffordern, uns Fragen zuzusenden und zwar jene, die ihr unserem Interviewgast schon immer einmal stellen wolltet – von A wie Aktien bis Z wie Zinsverfall.

Folge 5. – Ask me anything – mit Jessica Holzbach Mitgründerin und COO von Penta

Jessica Holzbach ist Co-Founder und CCO von Penta, einem digitalen Geschäftskonto-Anbieter für die digitale Industrie. Seit Unternehmensgründung 2016 ist die gebürtige Hessin ein erfrischendes und etabliertes Gesicht der Branche und eine der wenigen Gründerinnen im FinTech.

Im Frühjahr dieses Jahres schlüpfte das Unternehmen unter das Dach von FinLeap in Berlin, wo Payment & Banking die junge Gründerin mit Blick auf die City West zum Interview traf.

Penta ist nicht Holzbachs erstes Unternehmen. Mit einem Startup für Superfood-Beeren wagte sie gemeinsam mit zwei Freundinnen erste Schritte in die Selbstständigkeit. Dass eine tolle Idee alleine aber nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein, merkte sie schnell Influencer Marketing und Instagram waren so gar nichts für sie. Mit ihren vier männlichen Mit-Gründern lenkt sie die tagtäglich die Geschicke von Penta und profitiert dabei sehr von ihren Erfahrungen im Ausland. Mich hat die Banking-Industrie schon immer interessiert, sagt sie.

Welche Antworten sie auf all eure gestellten Fragen hat, hört ihr in der 5. Ausgabe von "Ask me anything".

PSD2 & Open Banking - und was kommt danach...?!

Mitte September ist es soweit: Die von der Europäischen Kommission beschlossene zweite Zahlungsdiensterichtlinie, die Payment Services Directive 2 (PSD2), tritt in Kraft. Und das obligatorisch: Mit der aktualisierten PSD2 ist Open Banking nicht mehr länger freiwillig sondern wird zur Verpflichtung für alle EU-Finanzinstitute. Online-Bezahlvorgänge sollen durch die Richtlinie günstiger, bequemer und – vor allem – sicherer werden. Um Transaktionen abzusichern, verlangt die PSD2 eine starke Authentifizierung, also zum Beispiel die Kombination einer PIN mit einem Einmal-Passwort. Außerdem erfolgt der Datenaustausch nur noch über spezielle technische (Daten-) Schnittstellen (API-Spezifikationen). Über diese können regulierte Drittanbieter (Fintechs, Finance-Start-ups u.a.) auf Daten und Kontoinformationen zugreifen und zum Beispiel Transaktionen direkt auslösen oder Aufträge einreichen, ohne (wie es bislang üblich war) den „Umweg“ über die Bank gehen zu müssen – das Monopol auf Kundendaten, das bislang bei den Banken lag, entfällt.

Die unmittelbar vor der Einführung stehende PSD2 soll die politisch intendierte Öffnung des Bankings ermöglichen. André und Jochen haben sich mit Michael Salmony von equensWorldline SE über die Zeit nach der PSD2 Einführung unterhalten. Was sind interessante Open Banking- Geschäftsmodelle, die heute schon am Markt sichtbar sind? Wo kann Innovation durch Open Banking passieren, wer sind die Treiber und wer sind die Nutzniesser von Open Banking?

Im Podcast diskutieren Jochen und André mit Michael ferner was auf die PSD2 folgen mag. Eine PSD3 oder eine PSD2-Analogie in andere Industrien. Was sind die Lerneffekte aus der Regulierung der PSD2 durch die EBA über RTS. War das ein Erfolgsmodell?