Payment & Banking Fintech Podcast

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Fintech, Banking, Payment und Mobile

15. November 2019 Die News der KW 46

Die News der KW 46

Neue Auflage von Stadler und Waldorf und dazu noch in Mission der Podcast- Optimierung. Am letzten Sonntag haben sich Jochen und André spontan ein neues Podcast Tool ausprobiert, was wir in der Zukunft sicher häufiger nutzen werden: Studio-link.de.

Studio-Link ermöglicht euch als Hörern direkt live am Podcast teilzunehmen und ihr könnt auch live Kommentare bei bei Twitter abgeben und somit natürlich den Inhalt des Podcasts beeinflussen, Fragen zusenden, Meinungen abgeben und direktes Feedback geben.Der erste Versuch war noch ein wenig holprig, funktionierte aber in Summe ganz gut. In der ersten Live-Folge waren nur wenige Zuhörer dabei, was sich mit entsprechender Ankündigung hoffentlich ändern wird.

Gesprochen haben die beiden wieder über die News der letzten Wochen und in bewährter Manier versucht diese einzuordnen und zu kommentieren.

Themen waren u.a.:

Unser neue Kolumne in der Berliner Zeitung
Das Finanz-Barcamp der comdirect
Die Fintech Week 2019
transactions.io
Neufund
Deutsche Börse und Cashlink werden Partner
Umsatzeinbruch bei Naga
Neuer Investor bei ID Now
Geldsegen für Billie
Blackrock wird Partner von Trade Republic
Enttäuschte Brexit-Hoffnungen
Sparda West schliesst 43 ihrer 82 Bankfilialen
Was verdient ein Fintech-Gründer?
Can Uber Money Compete With Apple Pay? – Motley Fool
Gute Downloadzahlen, schlechtes Feedback – so lief der US-Start von N26
Digitales Allfinanz-Ökosystem Ping An (Ralf Keuper (Bankstil))
Größter deutscher Sparkassen-Versicherer steigt bei Finleap ein (Heinz-Roger Dohms)

Ask me anything…!?

Frag mich was du willst…! Klar gerne, nur was tun wenn man nicht immer vis a vis die Gelegenheit dazu hat? „Ask me anything“ oder „AMA“ genannt, ist ein beliebtes Format digitaler Plattformen. Dabei steht eine Person oder eine Thematik im Mittelpunkt eines Expertenchats. Ob Fragen zu Expertenwissen oder ganz Persönliches aus dem Alltag, ganz egal. 1992 erschien ein Buch mit dem Titel „Ask Me Anything: A Sex Therapist Answers the Most Important Questions for the 90’s“, daraus machte AOL irgendwann einen Chatroom und dieses Konzept wurde dann letzendlich in den unzähligen Internet Foren immer beliebter. Das Format so einfach wie simpel, jeder kann alles fragen. So einfach ist das. Die Mischung aus profan und gehaltvoll macht es letztendlich interessant.

Mit „Ask me anything…“ startet Payment & Banking ein neues, interaktives und regelmäßiges Format, das hoffentlich dank euch, nie langweilig wird. Bekannte Gesichter, Akteure der Szene und inspirierende Persönlichkeiten der Fintech-Branche kommen hier künftig zu Wort. Das Besondere daran: Nicht das Team von Payment & Banking denkt sich die Fragen aus, sondern unsere Community.

Regelmäßig werden wir euch künftig immer wieder über unsere zahlreichen Kanäle auffordern, uns Fragen zuzusenden und zwar jene, die ihr unserem Interviewgast schon immer einmal stellen wolltet – von A wie Aktien bis Z wie Zinsverfall.

Folge 7. – Ask me anything – mit Sascha Dewald Senior Vice President Retail Banking (Bereichsleiter Privatkundengeschäft) der DKB

„Eigentlich habe ich schon Urlaub“, sagt Sascha Dewald, während er freundlich lachend die Hand schüttelt, „morgen geht’s auf die Insel.“ Was also macht er noch im Büro? Wieso packt er nicht seinen Koffer, Badeshose und Sonnencreme rein, fertig! Er erklärt: Nicht mehr wirklich im Büro (natürlich doch!) zu sein, habe einen entscheidenden Vorteil: Das Telefon klingelt nicht ständig, eMails müssen nicht sofort beantwortet werden und Meetings finden auch nicht statt.

Für den Tausendsassa Dewald ist das kein Problem. Schließlich weiß er, wie hoch der Stresspegel manchmal sein kann. Bereits als Chef des erfolgreichen Berliner B2B-Startups Finreach gab es wenig Atempausen, seit Februar dieses Jahres verstärkt er die Bereichsleitung Privatkunden bei der DKB. Nun hat er sein Büro in der Finleap-Schmiede Finreach gegen ein helles Büro im Herzen Berlins quasi eingetauscht.

Statt Startup Mentalität nun Konzern, aber für Dewald kaum weniger agil. Dewald ist ohnehin kein Typ, dem langweilig wird. Familie, Beruf oder Sport? Das ist für ihn kein entweder oder, sondern am liebsten alles gleichzeitig. Doch im Urlaub darf die Arbeit warten – jetzt geht’s erst einmal auf das Surbrett!

Identification in Skandinavien (Teil 2)

Warum sind die Banken in den Nordics, deren Kunden die Identservices bereits täglich nutzen, so viel weiter voran geschritten und was sind die Learnings, die wir aus diesem Erfolg hier in Deutschland ziehen können? Die Banken in Skandinavien sind mit ihren Ident-Lösungen bereits deutlich erfolgreicher im Massenmarkt im Vergleich zu uns.

Im Podcast #152 hatten wir uns Ende April 2018 über Identification in Skandinavien mittels der BankID ausführlich unterhalten. Im aktuellen Podcast, knapp 1,5 Jahre später, wollen wir ein Follow-Up machen. Was hat sich seit dem damaligen Blick über den Tellerand getan? Es diskutieren unter der Moderation von Jochen, aus Banksicht Sebastian Schroeder; Head of Product Management und Murat Taskin Head of Marketing & D2C (beide Ikano Bank), Kurt Rindle von Signcat und Frank Wunderlich von Arkwright Consulting

Der Podcast startet mit einem Rückblick auf den alten Podcast #152 und den damaligen Thesen. Danach diskutierte das Team den StatusQuo von eID in Deutschland und die Herleitung was der Markt und der Kunde eigentlich braucht und will. Murat und Sebastian von der Ikano Bank führen dann aus Banksicht die eID aus dem Kontext Neukundengewinnung und Absatzfinanzierung.

Transactions 19 & FinTech des Jahres 2019

Im heutigen Podcast hat sich ein weiteres dynamisches Duo zusammengefunden. Kilian und André sind allerdings in eigener Sache unterwegs und erzählen von unseren eigenen Formaten, der baldig stattfinden Transactions 19 (#TRX19) und der anhängig, alles rund um die Verleihung zum diesjährigen FinTech des Jahres Award.

Nach all unseren Exchange Veranstaltungen haben wir gelernt, dass der Bedarf für eine offene Veranstaltung enorm ist. Deswegen haben wir neben der PEX & BEX ein weiteres Format ins Leben gerufen: die Transactions 19.

Am 19. November 2019 starten wir mit der Transactions 19 ein völlig neues Konferenzformat. Wir präsentieren nationale und internationale Größen der Payment & Banking-Branche, aber auch die Hidden Champions der Szene. Das neue Format findet im alten Stahlbau in Frankfurt statt, einer der beeindruckendsten Locations in Offenbach/Frankfurt.

Auf der Transactions 19 werden für einen Tag die zukunftsweisenden Trends der Payment- und Banking Branche diskutiert aber auch Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Konzepte der Branche gegeben. Im Fokus stehen nicht nur die Menschen auf der Bühne: Vor allem auch den Gästen wird Raum gegeben um sich untereinander und mit Experten und Impulsgebern der Branche auszutauschen.

Kurz gesagt, stellen wir uns an einem Tag die Frage: Was bedeuten die Digitalisierung und digitale Transaktionen sowie Prozesse für unsere Branche?

Seit dem Jahr 2014 verleihen wir den Award an die interessanten und für uns relevantesten deutschen FinTech /Start-Ups. Der “Fintech des Jahres 2019” und seine Vorgänger, sind der erste deutsche FinTech Award, welcher ausschließlich verliehen wird und nicht über “Sponsoring” gekauft werden kann. Ein Award der von Herzen kommt jedoch von einer knallharten und total kompetenten Jury vergeben wird. Das Team von Payment & Banking nominiert die FinTechs, keiner von uns ist jedoch in den Auswahlprozess der Jury involviert.

In diesem Jahr vergeben wir den Award schon zum zweiten Mal, denn ab jetzt wird der Branchen-Award* “FinTech des Jahres” immer im Rahmen der Transactions vergeben und die findet erstmalig am 19. November 2019 statt. Wir möchten dem Award gerecht werden und eine entspechend große Bühne bieten und die Transactions bietet genau das: ein breites und großes Fachpublikum und einen entsprechenden Rahmen!

Die News der KW42

Stadler und Waldorf sind zurück...äh ich meine Bajorat und Siegert. In ursprünglicher Podcast-Besetzung haben sich das allseits beliebte Podcast Power-Duo diese Woche zusammen auf ihren virtuellen Balkon gesetzt und mal wieder die Fintech & Banking-News der letzten Wochen kommentiert. Vorher haben wir natürlich gefragt, welches die spannenden und heißen Themen für euch waren.

Hier die wichtigsten Themen die es in der kürze der Zeit auf die Liste geschafft haben:

Letzte Entwicklungen zu Libra. Hierzu auch die Empfehlung des Podcast “Bitcoin, Fiat & Rock’n Roll” von Alexander Bechtel
Neue Strategie der Commerzbank inkl. Übernahme der Comdirect
BAFIN-Treffen der FinTechs mit Banken zum Thema PSD2 und ein generelles Update zur PSD2
Übersicht über die letzten relevanten FinTech-Fundings sowie den Reverse IPO von Savedroid
N26 - Kundenprobleme oder nicht vs. brauchen wir mehr N26s?
Update zu Xpay, oder keines? In dem Kontext den Hinweis auf die Infografik “Versuche deutscher Banken Relevanz im digitalen Payment zu erhalten” Wer xpay ähm xmal viel versprochen aber nichts geliefert hat, wem glaubt man dann zum xten Mal?
Kurze Meldungen

Neue CEOs bei der deutschen Handelsbank
Revolut 1 Mrd Funding
Smava IPO or no IPO
Wirecard vs FT zum xten Mal
Masterpass buy buy?
PayPal & Sofort & Lastschrit

Nominierte Award Fintech des Jahres 2019 inkl. Informationen zur Verleihung bei der Transactions 19
Diverse Fragen aus der Crowd via Twitter

#BEX19 Recap/ API Banking und die Folgen

Die Banking Exchange 2019 ist Geschichte, aber was für eine!
170 Teilnehmer folgten inhaltlich bei allerbester Atmosphäre zwei Tage lang insgesamt acht Panneldiskussionen und vier Keynotes. 34 Speaker/innen stellten sich kritischen Fragen der Moderatoren und vor allem der Teilnehmer. Denn das bedeutet Exchange: Austausch auf Augenhöhe. Inhaltlich wurden auf der Banking Exchange 2019 – Episode III alle wichtigen Themen der deutschen Kreditwirtschaft diskutiert und mit wertvollen Insights von z.B. Knowledge Partner McKinsey abgerundet. Die Banking Exchange bot genügend Raum und vor allem das richtige Ambiente für Diskussionen.

Auf insgesamt acht Panels wurde sehr lebhaft über Themen wie die Entwicklung und den Status Quo von Open Banking & PSD2, den Stand von FinTechs in China, der mangelnde Tech-Kompetenz in der deutschen Kreditwirtschaft sowie der Stand der Bankbranche nach 15 Jahren Digitalisierung teils kontrovers diskutiert. Des Weiteren haben wir über den Status Quo im SME und Corporate Banking oder wie es beim Thema künstliche Intelligenz im Banking weitergeht orakelt und auch versucht eine Antwort auf die Frage zu finden ob wir eigentlich über Krypto ausreichend Bescheid wissen. Alles bei bestem Sonnenschein, einzigartigem Ambiente und tollem Catering. Aber vor allem waren es die Teilnehmer und Gäste, welche die Banking Exchange zu einem einzigartigen Event gemacht haben.

Zu Gast und als MitduskutantInnen hatte André Bajorat, Steffen von Blumroeder (DKB), Cornelia Schwertner (finleap connect), Ruth Ernst (BaFin), Joris Hensen (Deutsche Bank) und Volker Broer (Senacor).

Mit der aktualisierten PSD2 ist Open Banking nicht mehr länger freiwillig sondern wird zur Verpflichtung für alle EU-Finanzinstitute. Online-Bezahlvorgänge sollen durch die Richtlinie günstiger, bequemer und – vor allem – sicherer werden. Um Transaktionen abzusichern, verlangt die PSD2 eine starke Authentifizierung, also zum Beispiel die Kombination einer PIN mit einem Einmal-Passwort. Außerdem erfolgt der Datenaustausch nur noch über spezielle technische (Daten-) Schnittstellen (API-Spezifikationen). Über diese können regulierte Drittanbieter (Fintechs, Finance-Start-ups u.a.) auf Daten und Kontoinformationen zugreifen und zum Beispiel Transaktionen direkt auslösen oder Aufträge einreichen, ohne (wie es bislang üblich war) den „Umweg“ über die Bank gehen zu müssen – das Monopol auf Kundendaten, das bislang bei den Banken lag, entfällt.

Auf der BEX19 haben Banken mit Technologieanbietern und Regulatoren über den Status Quo der PSD2 diskutiert und interessante Einblicke zur aktuellen Lage der Umsetzung gegeben.

#BEX19 Recap/ Das Ende der Einhörner

Am 19./20. September fand zum dritten Mal die Banking Exchange (https://paymentandbanking.com/banking-exchange-2019-sonne-star-wars-und-banking/) unter dem Motto Episode III statt. 170 Teilnehmer folgten inhaltlich bei allerbester Atmosphäre zwei Tage lang insgesamt acht Panneldiskussionen und vier Keynotes. 34 Speaker/innen stellten sich kritischen Fragen der Moderatoren und vor allem der Teilnehmer. Denn das bedeutet Exchange: Austausch auf Augenhöhe. Inhaltlich wurden auf der Banking Exchange 2019 – Episode III alle wichtigen Themen der deutschen Kreditwirtschaft diskutiert und mit wertvollen Insights von Michael Schweikart von Tomorrow abgerundet. Die Banking Exchange bot genügend Raum und vor allem das richtige Ambiente für Diskussionen.

In gewohnt bekannter Manier wollen wir für alle Nichtkommer und zu Hause Gebliebenen das ein oder andere Panel in Gesamtlänge als Podcast (https://paymentandbanking.com/fintech-podcast-225-bex19-recap-financial-services-for-women/)veröffentlichen, um noch tiefer in das Thema einzusteigen. Heute veröffentlichen wir die spannende Keynote von Tomorrow - Mitgründer Michael Schweikart (https://twitter.com/MSschweikart) mit dem Titel: *Das Ende der Einhörner, jetzt kommen die Zebras.*

Ein Unternehmen, das nachhaltiges Banking raus aus der Nische und rein in die Mitte der Gesellschaft zu holen versucht, ist das in Hamburg beheimatete Fintech Tomorrow, ein Konto für alle „mit einem Smartphone in der Hand und einem gesunden moralischem Kompass im Kopf“. Das Unternehmen richtet sich an moderne, oft urbane Menschen, die sozial- und umweltbewusst eingestellt sind.

Das Fintech wurde 2017 von Jakob Berndt, Inas Nureldin und Michael Schweikart gegründet. Für ihren nachhaltigen Businessansatz in der Finanzwelt hat das Unternehmen bereits eine Reihe Preise eingesammelt, unter anderem auch den "Fintech des Jahres-Publikumspreis 2018" von Payment & Banking. Tomorrow (https://www.tomorrow.one/de-de/) kooperiert dabei mit der Berliner Solarisbank (https://www.gruenderszene.de/allgemein/50-millionen-fintech-solarisbank-investment) im Hintergrund, sie stellt die Banklizenz zur Verfügung und wickelt die Transaktionen ab.
Banking muss deutlich transparenter werden und aufhören die Blackbox zu sein, die es heute ist. Und es muss seiner ethischen Verantwortung gerecht werden und anfangen, Geld als Mittel für positiven Wandel zu begreifen, so der Ansatz von Tomorrow.

Michael lieferte unseren Gästen spannende Einblicke über die Need diesen Schritt zu gehen, über Werte und einen Paradigmenwechsel. Das wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Regionale Plattform

Über Plattformen und Ökosysteme, als Teil des zukünftigen Geschäftsmodells, sprechen Banken gerade gern und oft. Auch die Kollegen der Sparkassen haben das Thema für sich entdeckt.
Einer derjenigen der das Thema aktuell in der SFG aus einer Sparkasse heraus treibt, ist Gabriel Rath. Ursprünglich aus der Werbung kommend, ist er seit rund 2,5 Jahren bei der OstseeSparkasse in Rostock und ist dort mit voller Leidenschaft dabei, die regionale Sparkasse mit den Kollegen fit für die Zukunft zu machen.

"Wir in der OstseeSparkasse Rostock gehen offensiv nach vorne, modernisieren Filialen und bauen sogar neu. Wir investieren in neue Ideen und setzen dabei ganz klar auf Maßnahmen des digitalen Wandels, um den Kunden die bestmögliche Beratung zu bieten und im Unternehmen eine Kultur des Lernens und Vernetzens zu etablieren."

Dabei setzen sie auf folgenden Strategie:

persönliche Beratung gerade in Zeiten der Digitalisierung. Kunden wünschen sich Empfehlungen von Menschen, den Sie kennen.
Vorteile der Digitalisierung erkennen und dabei bestehende Ängste zu nehmen
Von ihren Azubis zu lernen und dabei ihre natürlichen Skills von Social Media nutzen
Alle Mitarbeiter durch den Einsatz von Tools fit für die Digitalisierung machen, mit entsprechendem Zeugnis.
Eine Mitarbeiter-App sorgt für Spaß und erhöht die digitale Reife
Der Einsatz einer digitalen Video Plattform die den Informationsfluss optimiert
Die Kultur des Teilens etablieren durch ein Enterprise Social Network, denn nur wenn das vorhandene Wissen des Unternehmens transparent gemacht wird, können am Ender alle davon profitieren.
Der OSPA After Work-Raum zum Netzwerken.

Im FinTech Podcast #226 sprechen Gabriel und André gute 45 Minuten darüber, was Gabriel als Plattform versteht und wo er die Chancen und Gefahren für regionale Institute sieht. Wir haben Brücken in die 90er geschlagen und haben über die passenden Menschen gesprochen.

Doch hört selbst und macht euch ein Bild, ob ihr darin die Zukunft der Sparkassen seht oder eher nicht. Die Diskussion über die Hausbank der Zukunft führen wir auch auf der transactions.io mit Sibylle Strack (Kontist), Carolin Gabor (Finleap), Sascha Dewald (DKB) und Reiner Brüggestrat (Hamburger Volksbank).

FinTech Podcast #225

Die Banking Exchange 2019 ist Geschichte, aber was für eine!

170 Teilnehmer folgten inhaltlich bei allerbester Atmosphäre zwei Tage lang insgesamt acht Panneldiskussionen und vier Keynotes. 34 Speaker/innen stellten sich kritischen Fragen der Moderatoren und vor allem der Teilnehmer. Denn das bedeutet Exchange: Austausch auf Augenhöhe. Inhaltlich wurden auf der Banking Exchange 2019 – Episode III alle wichtigen Themen der deutschen Kreditwirtschaft diskutiert und mit wertvollen Insights von z.B. Knowledge Partner McKinsey abgerundet. Die Banking Exchange bot genügend Raum und vor allem das richtige Ambiente für Diskussionen.

Auf insgesamt acht Panels wurde sehr lebhaft über Themen wie die Entwicklung und den Status Quo von Open Banking & PSD2, den Stand von FinTechs in China, der mangelnde Tech-Kompetenz in der deutschen Kreditwirtschaft sowie der Stand der Bankbranche nach 15 Jahren Digitalisierung teils kontrovers diskutiert. Des Weiteren haben wir über den Status Quo im SME und Corporate Banking oder wie es beim Thema künstliche Intelligenz im Banking weitergeht orakelt und auch versucht eine Antwort auf die Frage zu finden ob wir eigentlich über Krypto ausreichend Bescheid wissen. Alles bei bestem Sonnenschein, einzigartigem Ambiente und tollem Catering. Aber vor allem waren es die Teilnehmer und Gäste, welche die Banking Exchange zu einem einzigartigen Event gemacht haben.

In gewohnt bekannter Manier wollen wir für alle Nichtkommer und zu Hause Gebliebenen das ein oder andere Panel in Gesamtlänge als Podcast veröffentlichen, um noch tiefer in das Thema einzusteigen. Anfangen wollen wir mit dem Thema Financial Services for Women!

Zu Gast und als MitduskutantInnen hatte Nicole Nitsche, Marcus Mosen (Advisor, Board Member, Investor), Sabine Schoon (Bereichsleiterin Corporate Development & Strategy der comdirect bank AG), Dr. Tina Dingel (Chief Operating Officer at Clue by Biowink) und Vera Neidl (BeraterinPricewaterhouseCoopers-PwC)

Braucht es Finanzprodukte speziell für Frauen?

Finanzdienstleister sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, ihre Segmentierung zu schärfen - das richtige Angebot für den richtigen Kunden zur richtigen Zeit, ist das Maß aller Dinge. Unternehmen, die dies erfolgreich und konsequent umsetzen, sind in der Regel die führenden Akteure in ihren Märkten. Doch eine der Grundlagen, auf denen eine erfolgreiche Segmentierung oft beurteilt wurde bedarf womöglich einer Aktualisierung. Der Grund dafür ist, dass immer mehr weltweit führende Finanzinstitute Schritte unternehmen, um Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die auf etwa die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung der Welt abzielen: Frauen.

Doch brauch es eigentlich spezielle Produkte die auf die Zielgruppe Frau zugeschnitten sind und machen diese Sinn oder fehlt es eigentlich an der passenden Integration und Ansprache der Frauen um den Spaß an und mit Finanzen zu bekommen? Was ist überhaupt so anders an den Bedürfnissen der Finanzdienstleistungen von Frauen? Benötigen Frauen nicht die gleichen Basisprodukte wie Männer? Fakt ist, dass mehr Frauen zu finanziellen Entscheidungsträgern werden und aufgrund einer Vielzahl von Faktoren, finanzielle Schlagkraft gewinnen.

- Es gibt mehr Frauen als je zuvor in der globalen Erwerbsbevölkerung, in allen Altersgruppen und Einkommensstufen
- immer mehr zunächst verheiratete Frauen werden zu Alleinerziehenden um somit der finanzielle Kopf ihrer Haushalte zu werden.
Der Prozentsatz weiblicher Führungskräfte, GeschäftsinhaberInnen und UnternehmerInnen, die einen beträchtlichen Vermögensaufbau betreiben, steigt stetig an.
- Mehr Frauen erben aufgrund von Langlebigkeit und demographischen Mustern.

Über Sinn oder Sinnlosigkeit und die Frage welche Hebel wird legen müssen haben wir auf dem Panel und zusammen mit dem Publikum der #BEX19 versucht zu erörtern. Viel Spaß beim Zuhören.

Ask me anything…!?

Frag mich was du willst…! Klar gerne, nur was tun wenn man nicht immer vis a vis die Gelegenheit dazu hat? „Ask me anything“ oder „AMA“ genannt, ist ein beliebtes Format digitaler Plattformen. Dabei steht eine Person oder eine Thematik im Mittelpunkt eines Expertenchats. Ob Fragen zu Expertenwissen oder ganz Persönliches aus dem Alltag, ganz egal. 1992 erschien ein Buch mit dem Titel „Ask Me Anything: A Sex Therapist Answers the Most Important Questions for the 90’s“, daraus machte AOL irgendwann einen Chatroom und dieses Konzept wurde dann letzendlich in den unzähligen Internet Foren immer beliebter. Das Format so einfach wie simpel, jeder kann alles fragen. So einfach ist das. Die Mischung aus profan und gehaltvoll macht es letztendlich interessant.

Mit „Ask me anything…“ startet Payment & Banking ein neues, interaktives und regelmäßiges Format, das hoffentlich dank euch, nie langweilig wird. Bekannte Gesichter, Akteure der Szene und inspirierende Persönlichkeiten der Fintech-Branche kommen hier künftig zu Wort. Das Besondere daran: Nicht das Team von Payment & Banking denkt sich die Fragen aus, sondern unsere Community.

Regelmäßig werden wir euch künftig immer wieder über unsere zahlreichen Kanäle auffordern, uns Fragen zuzusenden und zwar jene, die ihr unserem Interviewgast schon immer einmal stellen wolltet – von A wie Aktien bis Z wie Zinsverfall

Folge 6. – Ask me anything – mit Ralf Heim Co-Founder von Fincite & FinciteVentures

Es muss nicht immer Berlin sein. Für das aktuelle „ask me anything …“ sind wir nach Frankfurt gereist (ok, zugegeben, wir waren wegen der BEX ohnehin vor Ort!) und haben dort das Mikro aufgebaut. Dieses Mal saß uns Ralf Heim, FinTech Pionier und Co-CEO von Fincite, einem Unternehmen, das Softwarelösungen für den digitalen Banking-Prozess, anbietet, gegenüber.

Als Gründer ist Heim in den letzten Jahren etwas eher Ungewöhnliches gelungen: Ohne großes Tamtam und riesigen Investmentsummen fremder Kapitalgeber haben er und sein Team ein bisschen an den Medien vorbei ein Unternehmen mit Sitz in Frankfurt und Peru aufgebaut, das kontinuierlich wächst und hohe Umsätze einfährt.

Die großen Kunden dürfte Ralf Heim von seiner Terrasse seiner hellen Büroräume sicherlich alle sehen, dennoch schweigt er sich über die Namen größtenteils beharrlich aus. Bekannt ist nur, dass das Start-up seine Technik unter anderem der Deutschen Bank zur Verfügung stellt. Auch Vermögensverwalter oder Versicherungen nutzen die Software. Der Endkunde kommt mit dem Namen dabei Fincite nicht Berührung.

Warum Fincite so erfolgreich ist und was ihn persönlich umtreibt, warum seine Schlagzahl vermutlich höher als bei anderen Menschen ist und wie er sein Gründerleben als junger Vater organisiert, verrät er uns in der folgenden Stunde.